Psychotherapiepraxis Birgit Heinemann
Psychotherapiepraxis Birgit Heinemann

Medikamente

Im Unterschied zu psychologischen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten verordne ich als Fachärztin hin und wieder zusätzlich zur Spiel- oder Gesprächstherapie, sofern es indiziert ist, auch Psychopharmaka.

 

Den meisten Patientinnen und Patienten hilft allein die Spiel- oder Gesprächstherapie. Manchmal sind die Probleme jedoch so gravierend, dass Medikamente wie ein Neoprenanzug die Haut ein bisschen dicker machen, so dass nicht jede Enttäuschung alte Wunden aufreißt. Oder in einem anderen Bild gesprochen: Medikamente können eine Gehhilfe sein, um sich wieder besser im sozialen Umfeld bewegen und einbringen zu können. 

 

Psychopharmaka können lediglich dabei unterstützen, in der Tiefe etwas zu verändern.  Aus gutem Grund empfehlen die Kinder- und Jugendpsychiatrischen Leitlinien, Medikamente nicht ohne eine begleitende Psychotherapie zu verordnen. Psychopharmaka unterscheiden sich gravierend von beispielsweise Antibiotika, die eine bakterielle Infektion schnell beenden können. 

 

So wie man die Gehhilfe nicht weiter benutzt, wenn die Verletzung verheilt ist, sollten Medikamente abgesetzt werden, wenn sie nicht mehr notwendig sind, oder der Patient ausprobieren möchte, ob es schon ohne Medikamente geht. 

 

Medikamente abzusetzen kann aber auch Verunsicherungen auslösen. Patienten fragen sich, ob die alten Schwierigkeiten wieder kommen. Es ist mir daher wichtig, gerade den Prozess der allmählichen Reduzierung eines Medikaments umsichtig zu begleiten. 

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Fotos und Webdesign: Doris Eickhoff

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